Aufatmen beim Trägerverein „Kulturscheune Obernsees e.V.

Aufatmen beim Trägerverein „Kulturscheune Obernsees e.V.“. Das bei der Mitgliederversammlung im Juli 2017 in unruhige See geratene Vereinsschiff hat mit Roland Eisenhuth wieder einen ersten Vorsitzenden. Er wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitagabend im Saal der Kulturscheune unter der Wahlregie von Bürgermeister Karl Lappe einstimmig gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Horst Grzonka, der eingangs das Treffen leitete, verzichtete bei der ordentlichen Versammlung im Juli auf eine erneute Kandidatur. Er begründete dies mit fehlenden zugesagten Einnahmen zur Unterhaltung des Millionenprojektes „Kulturscheune“ seitens der Gemeinde Mistelgau sowie weiterer bisher noch nicht abgearbeiteter Punkte, auch seitens des Architekturbüros im Rahmen der Verwaltung des 2013 eingeweihten Gebäudekomplexes. Auch Roland Eisenhuth, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins, der bereits ab der Gründung des Trägervereins im Juni 2013 bis 2015 an der Spitze stand, lehnte bei der ordentlichen Versammlung im Juli zunächst eine Kandidatur ab. Signalisierte allerdings seine Bereitschaft zur Übernahme des Amtes unter der Voraussetzung, dass sämtliche bisher offenen Punkte, auch seitens der Gemeinde, erledigt werden.

Hintergrund: Seit der Gründung im Juni 2013, parallel mit der Einweihung des Millionenprojektes „Kulturscheune“, kümmert sich der Trägerverein um die Aufbringung des Unterhalts für die Kulturscheune, dessen Eigentümer die Gemeinde Mistelgau ist, die das Gebäude als Bauherr erstellte. Bekanntlich sitzen  der TSV, Gesangverein und Theatergruppe gemeinsam in einem Boot. Die Gemeinde Mistelgau hat ab der Einweihung dem Trägerverein die Gebäude der Kulturscheune überlassen und mit ihm einen Pachtvertrag  abgeschlossen. Von vorneherein hieß die Devise für die Vereine das Ganze gemeinsam zu schultern und miteinander die Verantwortung in die Hand nehmen und für den laufenden Unterhalt durch Einnahmen aus Pacht und Veranstaltungen sowie Gewinn aus der Photovoltaikanlage und Zuwendungen der Gemeinde, selbst aufzukommen

V.l.n.r.: Sven Gössl, Werner Stahlmann, Inge Galepp-Föttinger, Christian Häfner, Roland Eisenhuth, Detlef Gubernatis, 1. Bgm. Karl Lappe und Gerhard Leykam  Foto: Dieter Jenß

V.l.n.r.: Sven Gössl, Werner Stahlmann, Inge Galepp-Föttinger,

Christian Häfner, Roland Eisenhuth, Detlef Gubernatis,

1. Bgm. Karl Lappe und Gerhard Leykam

Zurück zur außerordentlichen Mitgliederversammlung: Bürgermeister Karl Lappe ging bei seinem Grußwort auf die „Nachwehen“ der Turbulenzen auslösenden Versammlung im Juli 2017 ein, die zu Diskussionen im nichtöffentlichen Teil des Gemeinderates führten. Dabei verständigte sich das Gremium darauf, dass im Falle des Absinkens der finanziellen Mittel des Trägervereins unter 2.000 Euro die Kommune in Form einer Defizitbeteiligung als eine Art bedarfsorientierte Regelung eingreift. Ein fester jährlicher Betrag wird nicht zugeteilt, so der Bürgermeister. Der Trägerverein soll seine finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen. Vor seiner Zustimmung zur Amtsübernahme machte der vorgeschlagene Kandidat Roland Eisenhuth klar, dass er nur noch für die nächsten vier Jahre zur Verfügung stehen wird. Dies steht im Zusammenhang mit der dann nach 20 Jahren endenden Funktion als erster Vorsitzender des TSV. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Werner Stahlmann gewählt, der sich vorrangig, wie bisher, der Technik in der Kulturscheune widmen wird. Kassier bleibt Stefan Häfner, ebenso Inge Galepp-Föttinger als Schriftführerin, stellvertretender Kassier und Schriftführer Christian Häfner, Inventarverwalter Detlef Gubernatis. Kassenprüfer wurden die Gemeinderäte Sven Gössl und Gerhard Leykam. Roland Eisenhuth appellierte an die Mitglieder der drei beteiligten Vereine das Engagement der Vorstandschaft zu unterstützen.

 

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