Suche nach neuem/er Pächter/in

Eingetrübt wurde die bisher durchaus als euphorisch zu bezeichnende Stimmung beim Trägerverein Kulturscheune Obernsees. Im Rahmen der Jahresversammlung im Saal der Kulturscheune sorgte nicht nur die vom Vorsitzenden Roland Eisenhuth bemängelte fehlende Motivation für nachdenkliche Gesichter.

Vor allem die Kündigung von Gaststättenpächterin Kathrin Eisenhuth zum Jahresende war Gesprächsstoff. Der Verein versucht, durch die von Kassier Stefan Häfner vorgeschlagene Pächter-Findungskommission eine Nachfolge zu finden. Hoffnung gaben die Neuwahlen unter Regie von Bürgermeister Karl Lappe, bei der einige neue jugendliche

Funktionäre an verantwortlicher Stelle eingebunden wurden. Nicht leicht machte sich aber zunächst Roland Eisenhuth seine Entscheidung für eine Wiederwahl, stellte sich dann aber doch wieder zur Verfügung. Vor zwei Jahren hatte sich Eisenhuth, der bereits von Juni 2013 bis 2015 an der Spitze stand, als Nachfolger von Horst Grzonka bereit erklärt, Verantwortung zu übernehmen. Damals kündigte er an, nur noch vier Jahre diese Funktion ausführen zu wollen. Dies steht im Zusammenhang mit der dann nach 20 Jahren endenden Funktion als Vorsitzender des TSV. Er machte keinen Hehl daraus, „die Brocken hinzuwerfen“, falls er keine spürbare Verbesserung

des gemeinschaftlichen Handels im Team feststelle. Zum neuen zweiten Vorsitzenden wurde Fabian Arnold gewählt, der Vorsitzende der Theatergruppe Obernsees. Er trat die Nachfolge von Werner Stahlmann an, der auf eine Wiederwahl verzichtete, um für Jüngere den Weg freizumachen. Stahlmann ist seit Beginn der Aktivitäten in der Kulturscheune eine unverzichtbare Größe als Technikfachmann, gemeinsam mit Roland Raschdorf.

Kassier bleibt Stefan Häfner. Zum neuen Schriftführer wurde Christian Häfner bestimmt. Ebenfalls neu gewählt: als Inventarverwaltung Burkhard Gössl sowie Leon Göbel als stellvertretender Schriftführer und Kassier. Revisoren bleiben die Gemeinderäte Sven Gössl und Gerhard Leykam.Seit der Gründung im Juni 2013 – parallel mit der Einweihung des Millionenprojekts Kulturscheune – kümmert sich der Trägerverein um den Unterhalt der Kulturscheune, deren Eigentümer die Gemeinde Mistelgau ist. Die Gemeinde hat seit der Einweihung dem Trägerverein die Gebäude der Kulturscheune überlassen und mit ihm einen Pachtvertrag abgeschlossen. Das Ziel: den laufenden Unterhalt durch Einnahmen aus Pacht und Veranstaltungen sowie den Gewinn aus der Photovoltaik-Anlage und durch Zuwendungen der Gemeinde sicherzustellen. Bei seinem Rückblick verwies Vorsitzender Roland Eisenhuth auf die regelmäßigen Arbeitseinsätze rund um die Kulturscheune. Erneut war ein Wasserschaden zu registrieren, der allerdings glücklicherweise zu keinen größeren Schäden führte. Eine geplante Überdachung im Bereich des hinteren Biergartens wird vorerst zurückgestellt.

Die Führungsriege des Trägervereins: (vorne von links) Stefan Häfner, Vorsitzender Roland Eisenhuth, sein Stellvertreter Fabian Arnold, Inventarverwalter Burkhard Gössl, Bürgermeister Karl Lappe sowie (hinten von links) Leon Göbel und Schriftführer Christian Häfner. Foto: Dieter JenßDie Führungsriege des Trägervereins: (vorne von links) Stefan
Häfner, Vorsitzender Roland Eisenhuth, sein Stellvertreter Fabian
Arnold, Inventarverwalter Burkhard Gössl, Bürgermeister Karl Lappe
sowie (hinten von links) Leon Göbel und Schriftführer Christian Häfner. Foto: Dieter Jenß

 

Eisenhuth: „Uns selbst hinterfragen“

Eisenhuth bedauerte die Kündigung der Pächterin. „Allerdings müssen wir uns“, so der Vorsitzende, „selbst hinterfragen, was nicht alles richtig gelaufen ist und uns Gedanken machen, wie wir eine Verbesserung in Form des Miteinanders von Vereinen und Pächter zur Sicherstellung des Unterhalts für die Kulturscheune herbeiführen können.“ Einfach so weitermachen funktioniere nicht, sagte Eisenhuth. Jeder sollte sich auch Gedanken zur Motivation machen. Bürgermeister Karl Lappe war positiver gestimmt. Bisher habe in Obernsees das Ehrenamt einen hohen Stellenwert. Es wäre schade, wenn es nicht so weitergehe. Zur finanziellen Absicherung des Unterhalts würde letztlich die Gemeinde Hilfestellung leisten.

 

 

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